Web 2.0

Bedeutung:
Mit Web 2.0 wird die zweite Evolutionsstufe des World Wide Web bezeichnet. Während der Beginn des kommerziellen Internetzeitalters von ein- und zweidimensionaler Kommunikation geprägt war, zeichnet sich das Web 2.0 durch Interaktion der Nutzer mit dem Web-Angebot und der Kommunikation untereinander über Webdienste aus. Soziale Netzwerke gehören zu den größten Innovationen des Web 2.0.

Verwendung:
Das Web 2.0 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Nutzer nicht mehr nur passiv Inhalte konsumiert, sondern diese auch selbst erstellt und sich mit anderen Nutzern aktiv darüber austauscht.

Zu den Charakteristika des Web 2.0 zählen:

  • die Entwicklung der Blogosphäre mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Blogs, kostenlosen Blogsystemen wie Blogger oder WordPress
  • die Etablierung von Techniken zur Verbreitung von Inhalten wie RSS-Feeds   
  • die Entwicklung einer Blogosphäre mit Portalen wie YouTube, in der, analog zur Blogosphäre, mit Videoinhalten anstelle von Texten gearbeitet wird   
  • die Entwicklung von Social Networks, allen voran Facebook, die es den Nutzern ermöglichen eigene Inhalte zu erstellen, eigene Communitys zu schaffen und sich mit Hilfe von Fotos, Filmen oder Audiodateien über Sachverhalte auszutauschen  
  • die Verbreitung von Podcasts   
  • die massenhafte Nutzung von Tauschbörsen und P2P-Netzwerken
  • der Start und die enorme Weiterentwicklung der Wikipedia als erste Online-Enzyklopädie, an der nicht nur Wissenschaftler, sondern prinzipiell jeder mitschreiben kann
  • die Entwicklung von Chatrooms, in welchen Nutzer miteinander im Web kommunizieren können
  • der Start von Social Bookmarking, bei dem der Nutzer seine Lieblings-URLs online speichern und mit anderen teilen kann

Nutzen:
Durch die konsequente Weiterentwicklung des World Wide Web haben sich viele Marketing-Zweige wie Social Media Marketing oder Online-Empfehlungsmarketing erst entwickelt. Zugleich wurde auch die Suchmaschinenoptimierung durch die neuen vielfältigen Möglichkeiten immer komplexer und vielfältiger. In die Berechnung der Popularität oder Relevanz einer Seite wurden nun auch theoretisch sogenannte „Social Signals“ miteinbezogen, also Nutzersignale, die eine Website über Social Media geteilt oder empfohlen haben.